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STADTRAT THOMAS MIKSCH ZUM DROHENDEN ABBAU DER MEDIZINISCHEN VERSORGUNG AM LANDESKLINIKUM GMÜND
Die aktuellen Berichte (Kronen Zeitung, vom 10. Jänner 2026) rund um ein internes Schreiben der Landesgesundheitsagentur, wonach medizinische Fachabteilungen am Landesklinikum Gmünd nur mehr eingeschränkt und teilweise ausschließlich zu Bürozeiten betrieben werden sollen, sind höchst alarmierend und in keiner Weise akzeptabel.
Was hier offenbar still und leise geschieht, ist nichts anderes als ein schleichender Abbau der medizinischen Versorgung für die Bevölkerung des Bezirks Gmünd – und das noch Jahre vor einer politisch geplanten Schließung des Krankenhauses. Damit wird genau das Gegenteil dessen umgesetzt, was im Gesundheitspakt des Landes Niederösterreich versprochen wurde: nämlich erst dann Strukturen zu verändern, wenn gleichwertige oder bessere Versorgungsangebote tatsächlich vorhanden sind.
Besonders erschütternd sind die konkreten Einzelfälle, die nun bekannt werden. Ein junger Mann musste stundenlang Schmerzen erdulden, weil eine Abteilung faktisch nicht verfügbar war. Ein weiterer mir gemeldeter Fall betrifft eine ältere Dame aus Gmünd, die aufgrund einer Erkrankung nach St. Pölten transportiert werden sollte. Sie musste stundenlang auf einen notwendigen Krankentransport warten. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse konnten die Johanniter erst mit massiver Verspätung in Gmünd eintreffen – anschließend folgte eine mehrstündige Fahrt nach St. Pölten. Das ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines Systems, das an seine Grenzen gebracht wurde.
Der Versuch der LGA, die Verantwortung auf das Rote Kreuz abzuwälzen, greift zu kurz. Wenn eine Klinik im System als „buchbar“ aufscheint, dann ist es nachvollziehbar und richtig, dass Einsatzorganisationen davon ausgehen, dass dort auch tatsächlich medizinische Versorgung gewährleistet ist. Hier zeigt sich ein eklatantes Koordinations- und Planungsversagen.
Die derzeitige Situation ist für die Bevölkerung nicht zufriedenstellend und stellt ein schweres Versäumnis in der medizinischen Versorgung dar. Gerade in einer Grenzregion mit langen Wegen, winterlichen Witterungsbedingungen und einer älter werdenden Bevölkerung ist ein vollwertiges Krankenhaus kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
Stadtrat Thomas Miksch: „Nur mit einem vollwertigen Krankenhaus in Gmünd kann eine sichere, zeitnahe und menschenwürdige medizinische Versorgung gewährleistet werden. Der geplante Abbau und die beabsichtigte Schließung des Krankenhauses sind Ausdruck eines historischen gesundheitspolitischen Versagens des Landes Niederösterreich.
Ich fordere daher seitens der Stadtgemeinde Gmünd:
→ die Einbringung einer Feststellungsklage, um die rechtlichen Rahmenbedingungen und Verpflichtungen des Landes klar zu klären,
→ sowie eine sofortige Sicherstellung und Wiederherstellung ausreichender personeller und medizinischer Kapazitäten am Landesklinikum Gmünd."
Gesundheit darf nicht nach Bürozeiten organisiert werden. Die Menschen im Bezirk Gmünd haben ein Recht auf eine verlässliche, wohnortnahe und funktionierende Gesundheitsversorgung – heute und nicht erst in irgendeinem zukünftigen Planungsstadium.
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